Kurz notiert (6)

KC hat’s vermasselt: Angekündigtes Konzert im Raum „südliches Emsland / Grafschaft Bentheim“ findet nicht statt

Die neonazistische Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ aus Bremen kündigte für vergangenen Samstag, 21.März ein Konzert im Raum „südliches Emsland – Grafschaft Bentheim“ an. Nicht nur wegen einer kurzfristig erlassenen Verbotsverfügung für sämtliche Konzerte in den beiden Landkreisen gingen Beobachter_innen davon aus, dass das Konzert in den Niederlanden stattfinden würde. Schon öfters wich die Band ins Ausland aus, um Protesten und staatlichen Repressionen zu entgehen.
Offenbar hatte die Band bei diesem Konzert auch durch die zuvor geschaffene Öffentlichkeit Schwierigkeiten, überhaupt eine Location zu finden. Wenige Tage zuvor wurde offenbar noch hektisch von Mitveranstalter Sascha Hoffmann aus Ibbenbüren nach einem Veranstaltungsraum gesucht.


Lügenhools: Anfrage für einen Veranstaltungsraum in den Niederlanden mit der Ankündigung einer „Punk Rock Band“ aus Rotterdam


Teile des Orgateams für das angekündigte KC-Konzert

Schlussendlich sollte das Konzert im niederländischen Haaksbergen, keine 30km von der deutschen Grenze entfernt, stattfinden. Die Polizei stoppte jedoch die Veranstalter und nahm einen von ihnen sogar vorläufig fest, weil er unerlaubte Waffen mit sich führte. Die Konzertanlage wurde beschlagnahmt und die Konzertbesucher_innen noch am Schleusungspunkt in Ahaus (Kreis Borken) nach Hause geschickt. Nicht wenige äußerten sich im Anschluss in sozialen Netzwerken verärgert.


Umsonst angereist: Wartende KC-Fans am Vorab-Treffpunkt in Ahaus-Alstätte (Nordrhein-Westfalen)


Umsonst angereist: Wartende KC-Fans am Vorab-Treffpunkt in Ahaus-Alstätte (Nordrhein-Westfalen)

Völkischer Nationalismus, Antiamerikanismus, Antisemitismus: „EnDgAmE“ in Hannover


Wirre Zusammenkunft in Hannover: „EnDgAmE“

Am Samstag, den 14. März fand eine sogenannte „EnDgAmE“-Kundgebung in Hannover statt. EnDgAmE steht für „Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas“. Zuvor gab es schon derartige Veranstaltungen in Erfurt und Halle (Saale). Das Spektrum der Teilnehmer_innen setzt sich aus Verschwörungstheoretiker_innen, Friedensmahnwachler_innen und Reichsbürger_innen zusammen. Inhaltlicher Kitt ist ein völkischer Nationalismus, der sich gegen eine angebliche „Amerikanisierung“ Europas richtet. Derartige „EnDgAmE“-Kundgebungen verbreiten antisemitische, antiamerkanische, sexistische und antidemokratische Positionen.
Als Redner traten unter anderem Marcel „Wojna“ Wojnarowicz von der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“ und der wegen Volksverhetzung verurteilte Taylan Can auf.
Auch einige Teilnehmer_innen der Oldenburger Friedensmahnwachen wie Gilbert Oltmanns und Lena Molanik besuchten diese Veranstaltung.


Die Aktivistin der Oldenburger „Friedensmahnwachen“ Lena Molanik nahm ebenfalls an der „EnDgAmE“-Veranstaltung teil.

Einen etwas ausführlicheren Bericht zur „EnDgAmE“-Veranstaltung in Hannover gibt es auf der Seite WichtelWatch Oldenburg.


1 Antwort auf „Kurz notiert (6)“


  1. 1 OLGIDA floppt – Distanzierung von Neonazis unglaubwürdig « antifa.elf Oldenburg Pingback am 24. März 2015 um 17:23 Uhr
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