AfD: Geheimhaltungstaktik scheitert

Nachdem es beim letzten Stammtisch des Oldenburger und Ammerländer AfD-Ablegers in Oldenburg-Osternburg zu antifaschistischen Protesten kam, hat man bei der Partei ein neues Konzept erarbeitet. Der Ort sollte nun nur noch per E-Mail, nach Abgabe persönlicher Daten an Interessent*innen herausgegeben werden. Ein weiterer Effekt: Potentiell an die AfD vermietende Gaststätten werden aus dem öffentlichen Fokus herausgehalten. Offenbar sollte so der zunehmenden Not der AfD, überhaupt noch Räume in Gaststätten zu bekommen, entgegengewirkt werden.

Doch offensichtlich gibt es ein Leck in dem neuen Sicherheitskonzept: So wurde bekannt, dass der nächste AfD-Stammtisch am Dienstag, 12.April um 19.00 Uhr im „Museum für ostdeutsche Kulturgeschichte“, auf dem Winkel 8 in Bad Zwischenahn, stattfindet. Es ist nicht das erste Mal, dass die nationalistische Partei dort tagt. Und auch inhaltlich erscheint es kaum ein Zufall zu sein, dass die AfD sich diesen Ort ausgesucht hat. So war der mittlerweile verstorbene Gründer des Museumsvereins, Herbert Papstein, Funktionär im revisionistischen „Bund der Vertriebenen“.

Ob es zu Protesten kommen wird, ist indes unklar.