antifa.elf Oldenburg http://antifaelf.blogsport.de unser denken und handeln darauf auszurichten, dass sich auswitz niemals wiederhole Wed, 17 Jul 2019 19:44:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Sorry für den Fehlalarm http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/17/sorry-fuer-den-fehlalarm/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/17/sorry-fuer-den-fehlalarm/#comments Wed, 17 Jul 2019 19:42:38 +0000 Administrator Allgemein eigene Veröffentlichungen http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/17/sorry-fuer-den-fehlalarm/ Unsere Meldung vom 16.07.2019 schlug hohe Wellen (unter anderem in der Nordwestzeitung und in der Kreiszeitung). Letztlich unbegründet, denn es fand kein AfD-Stammtisch in der Graf-Anton-Günther-Schule statt.


kurzfristig organisierte antifaschistische Proteste vor der Graf-Anton-Günther-Schule

Wir entschuldigen uns für den falschen Alarm. In der Vergangenheit haben wir des Öfteren Tipps und Hinweise bekommen, die wir stets sorgfältig prüfen. Mehrmals waren gute Hinweise dabei, die sich auch bewahrheitet haben. Auch der Hinweis, der zu unserer Meldung am am 16.07. führte, schien auf den ersten Blick schlüssig und glaubwürdig zu sein. Für eine exakte Verifizierung blieb angesichts der Kürze der Zeit keine Gelegenheit. Wir mussten sehr schnell entscheiden, ob wir diese durchaus brisante Meldung, die uns nachvollziehbar schien, veröffentlichen oder nicht.

Gut möglich, dass es sich also um eine Falschmeldung handelte. Nicht auszuschließen ist jedoch auch, dass durchaus etwas geplant war. Dass es beispielsweise eine Einzelperson mit Schlüsselgewalt gibt, die der AfD im Verborgenen einen Raum in der Schule zur Verfügung stellen wollte und die nach unserer Veröffentlichung einen Rückzieher gemacht hat. Oder dass die AfD noch kurzfristig Ort oder Zeit verschoben hat. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Zu diesem Zeitpunkt können wir über die genauen Hintergründe nur spekulieren.

Trotz der bereits am Nachmittag unklaren Informationslage fanden sich etwa 50 Antifaschist*innen an der Graf-Anton-Günther-Schule ein. Wir bedanken uns bei allen aufmerksamen Menschen, die kurzfristig zur Graf-Anton-Günther-Schule gekommen sind. Ihr seid super! Lieber ein Mal mehr auf dem Posten sein als zu wenig.

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AfD plant Stammtisch an der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/16/afd-plant-stammtisch-an-der-graf-anton-guenther-schule-in-oldenburg/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/16/afd-plant-stammtisch-an-der-graf-anton-guenther-schule-in-oldenburg/#comments Tue, 16 Jul 2019 19:03:24 +0000 Administrator Allgemein Aufrufe Völkisches Milieu http://antifaelf.blogsport.de/2019/07/16/afd-plant-stammtisch-an-der-graf-anton-guenther-schule-in-oldenburg/ Wie uns kurzfristig zugespielt wurde, plant der Oldenburger Kreisverband der AfD einen Stammtisch am Mittwoch, 17.Juli 2019 an der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg. Beginnen soll es um 19:00 Uhr.


Antifaschistische Proteste gegen den letzten Oldenburger AfD-Stammtisch im „Gesellschaftshaus Meyer“ am 20.06.2019
Bild: Nutshell Fotografie

Bemerkenswert ist die thematische Ausrichtung der geplanten Veranstaltung. Vor dem Hintergrund des momentan bundesweit tobenden Flügelkampfes in der Partei positioniert sich der Oldenburger Ableger eindeutig auf der Seite des völkisch-nationalistischen „Flügels“ um Björn Höcke. Das Thema lautet nämlich: „Der Flügel, Gefahr oder Chance für die AfD?“. Zwar sollen an dem Abend ebenso die gemäßigteren Positionen der „alternativen Mitte“ Gehör finden, die Auswahl des Referenten spricht allerdings für eine eindeutige Positionierung in Richtung des radikal-völkischen „Flügels“: Hans-Thomas Tillschneider ist als völkischer und homophober Hardliner bekannt. Unter anderem unterhielt er bis Herbst 2018 ein Wahlkreisbüro im Haus der „Identitären Bewegung“ in Halle-Saale.

Darüber hinaus gibt die Oldenburger AfD in ihrem Einladungsschreiben an, Tillschneider auf dem sogenannten „Kyffhäusertreffen“ des völkischen Flügels getroffen zu haben. Dieses Treffen soll ebenfalls während des in Oldenburg geplanten Stammtisches nachbesprochen werden.

Proteste lohnen sich – AfD verliert letzte Gaststätte in Oldenburg

Ebenfalls im Einladungsschreiben vermerkt Andreas Paul, dass die Oldenburger AfD nach den antifaschistischen Protesten beim letzten Stammtisch nun auch das Gesellschaftshaus Meyer als Veranstaltungsstätte verloren habe. Somit bliebe nur noch die Nutzung öffentlicher Räume. In diesem Fall also die Graf-Anton-Günther-Schule.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Graf-Anton-Günther-Schule, die in Trägerschaft des Landkreises Oldenburg ist, führt seit mehreren Jahren den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Patenschaft der EWE-Baskets Oldenburg. Um so unverständlicher, dass dort jetzt eine völkisch-rassistische Parteiveranstaltung genehmigt wird.

Dass die AfD mit dem Gesellschaftshaus Meyer einen langjährigen Treffpunkt verloren hat, zeigt dass antifaschistische Proteste effektiv sind und die völkische Partei in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken. Seit Jahren kann die AfD ihre Stammtische nicht mehr öffentlich bewerben, was die Außenwirkung für potentielle Interessent*innen extrem einschränkt. Auch zeigen Proteste, dass die AfD keine Partei wie jede andere ist. Es darf nicht zur Normalität werden, dass sich eine antifeministische, völkisch-nationalistische Partei ungestört organisiert.

Deswegen rufen Antifaschist*innen dazu auf, sich am Mittwoch, 17.Juli 2019 um 18:00 Uhr an der Graf-Anton-Günther-Schule zu treffen und gegen den völkischen Stammtisch zu protestieren.

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Erinnerung an die vom Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Menschen http://antifaelf.blogsport.de/2019/05/03/erinnerung-an-die-vom-nationalsozialismus-verfolgten-und-ermordeten-menschen/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/05/03/erinnerung-an-die-vom-nationalsozialismus-verfolgten-und-ermordeten-menschen/#comments Fri, 03 May 2019 19:26:17 +0000 Administrator Allgemein eigene Veröffentlichungen http://antifaelf.blogsport.de/2019/05/03/erinnerung-an-die-vom-nationalsozialismus-verfolgten-und-ermordeten-menschen/ Wie auch in den Jahren zuvor wurde heute, am 3. Mai, den Menschen gedacht, die von den NationalsozialistInnen verfolgt und ermordet worden sind. Zur Erinnerung wurden Blumen am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus sowie an der Gedenkwand für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus abgelegt. Heute vor 74 Jahren kapitulierte Oldenburg bedingungslos. Wie für die Mehrheit der Deutschen stellte auch für die meisten Oldenburger dieser Tag eine Niederlage und keine Befreiung dar. Dank der alliierten Truppen – hier in Oldenburg vor allem die Kanadier – wurde der nationalsozialistischen Herrschaft ein Ende gesetzt und diejenigen, die der Vernichtung entkommen konnten, befreit.

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„Oldenburger Kreis“ Veranstaltung fällt aus http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/30/oldenburger-kreis-veranstaltung-faellt-aus/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/30/oldenburger-kreis-veranstaltung-faellt-aus/#comments Tue, 30 Apr 2019 14:12:06 +0000 Administrator Allgemein http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/30/oldenburger-kreis-veranstaltung-faellt-aus/ Die für diesen Donnerstag, den 02.05.2019, angekündigte Veranstaltung des neofaschistischen „Oldenburger Kreis“ wurde abgesagt. Angeblich ist der Referent erkrankt. Damit fällt der geplante Protest um 18 Uhr vor dem PFL aus.

Da die Veranstaltung nachgeholt werden soll, empfiehlt es sich unseren Blog im Auge zu behalten. Über Informationen zum neuen Termin freuen wir uns natürlich (gerne verschlüsselt).

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Zurück aus der Versenkung – „Oldenburger Kreis“ plant Veranstaltung am 02.Mai im PFL http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/18/zurueck-aus-der-versenkung-oldenburger-kreis-plant-veranstaltung-am-02-mai-im-pfl/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/18/zurueck-aus-der-versenkung-oldenburger-kreis-plant-veranstaltung-am-02-mai-im-pfl/#comments Thu, 18 Apr 2019 07:11:55 +0000 Administrator Allgemein eigene Veröffentlichungen Völkisches Milieu http://antifaelf.blogsport.de/2019/04/18/zurueck-aus-der-versenkung-oldenburger-kreis-plant-veranstaltung-am-02-mai-im-pfl/ Lange blieb es ruhig um den sogenannten „Oldenburger Kreis“, ein Label, das das völkische Milieu von AfD, Burschenschaftern, neu-rechten Publizist*innen und Holocaustleugner*innen vereinen sollte.
Nachdem der „Oldenburger Kreis“ seine bislang einzige öffentliche Veranstaltung im August 2017 nur unter antifaschistischen Protesten durchführen konnte, wurde es still um den völkischen Verein.

Wie uns zugespielt wurde, soll es nun einen neuen Versuch des „Oldenburger Kreis“ um das bekannte Oldenburger AfD-Mitglied Gerhard Vierfuß geben. Am 02.Mai plant die völkische Vereinigung im städtischen Kulturzentrum PFL eine Veranstaltung. Um erneute antifaschistische Proteste zu umgehen, wird dazu bislang nicht öffentlich geworben. Die Taktik, die Veranstaltung im Verborgenen stattfinden zu lassen, ist nun aber offenbar gescheitert.

Auch die momentan im Zusammenhang mit der antisemitschen BDS-Initiative geführte Debatte über die Vergabe städtischer Räume dürfte mit der nun geplanten Veranstaltung des „Oldenburger Kreis“ eine weitere Facette bekommen.

Die nun geplante Veranstaltung des „Oldenburger Kreis“ trägt den Titel „Juden in Deutschland – gibt es eine Zukunft?“. Eine Farce angesichts der massiven Nähe des „Oldenburger Kreis“ zu der bekannten Oldenburger Holocaustleugnerin Imke Barnstedt, die regelmäßig offen mit AfD-Mitgliedern und „alten Burschenschaftern“ auftritt. Zuletzt war Barnstedt zusammen mit Gerhard Vierfuß bei einem Vortrag über rechte Parteien und Bewegungen in Europa. Auch beim vergangenen „Volkstrauertag“ trat eine Gruppe von Imke Barnstedt, Gerhard Vierfuß, dem „alten Burschenschafter“ und AfD-Mitglied Thomas Hoyer sowie weiteren AfD-Mitgliedern in Oldenburg auf. Auch mit der bundesweit bekannten, derzeit inhaftierten neonazistischen Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel solidarisierte Gerhard Vierfuß sich, ebenso wie Thomas Hoyer, in einer Online-Petition.


Gemeinsame Teilnahme am „Volkstrauertag“ 2018: Ganz rechts: Imke Barnstedt, daneben Gerhard Vierfuß. Mit Gehhilfe: Thomas Hoyer.

Darüber hinaus belegt auch die ideologische und organisatorische Nähe von Gerhard Vierfuß zur „Identitären Bewegung“, die in antisemitischer Verschwörungsmanier von einem „großen Austausch“ der Bevölkerung fantasiert, die Nähe des „Oldenburger Kreis“ zum Antisemitismus.

Es ist also nicht davon auszugehen, dass sich deutsche Nationalist*innen, die offen mit einer Holocaustleugnerin kooperieren, auf einmal für die Sicherheit von Jüdinnen und Juden interessieren.

Der Referent des Abends wird wahrscheinlich Wolfgang Fuhl sein, der einen Vortrag mit dem selben Thema bereits im Februar 2109 in der Berliner „Bibliothek des Konservatismus“ hielt. Fuhl ist Mitglied der JAfD („Juden in der AfD“): Ein Feigenblatt, da seinerseits den vorhandenen Antisemitismus in der AfD verschleiern soll, andererseits immer wieder pauschal gegen Menschen aus arabischen Ländern und Menschen muslimischen Glaubens hetzt. Antisemitismus existiert für die AfD in Deutschland nur bei arabischen und muslimischen Zugewanderten.

Die geplante Veranstaltung des „Oldenburger Kreis“ soll um 20:00 Uhr beginnen, Einlass soll ab 19:00 Uhr sein. Es ist vermutlich nicht auszuschließen, dass es am 2.Mai vor dem PFL erneut zu antifaschistischen Protesten kommen wird.

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Revolution oder Panne? Gelbe Westen in Oldenburg http://antifaelf.blogsport.de/2019/01/17/revolution-oder-panne-gelbe-westen-in-oldenburg/ http://antifaelf.blogsport.de/2019/01/17/revolution-oder-panne-gelbe-westen-in-oldenburg/#comments Thu, 17 Jan 2019 19:43:51 +0000 Administrator Allgemein Naziszene eigene Veröffentlichungen Völkisches Milieu http://antifaelf.blogsport.de/2019/01/17/revolution-oder-panne-gelbe-westen-in-oldenburg/ Offenbar angespornt durch die medial viel beachteten Proteste der sogenannten „Gelbwesten“ in Frankreich, die sich vor allem gegen die Steuer- und Sparpolitik des Präsidenten Macron richten, versuchen sich auch in Deutschland Menschen unter dem Symbol der Warnweste zu organisieren. Doch während die politische Ausrichtung der Proteste in Frankreich diffus und punktuell sehr unterschiedlich ist, ist das „Gelbwesten“-Projekt in Deutschland eindeutig rassistisch und nationalistisch dominiert. Auch wenn Sarah Wagenknecht mit ihrem Querfront-Projekt „Aufstehen“ versuchte, auf den Gelbwestenzug aufzuspringen, bleibt es bei unserer Einschätzung: Wieder einmal werden Sympathisant*innen von Verschwörungsideolog*innen über die AfD bis hin zur militanten Neonaziszene gleichermaßen angesprochen.


„Gelbwesten“ im Dezember 2018 in der Oldenburger Innenstadt


Gelbe Westen: Die Idee…

Sowohl inhaltlich als auch konzeptionell lohnt sich ein genauerer Blick auf die neue völkische Aktionsidee. Das Konzept sieht hierbei einen Zeitplan mit mehreren Eskalationsstufen vor. Beginnen sollte es mit Blockaden von Straßen und Zebrastreifen, um für öffentliche Aufmerksamkeit zu sorgen. Durch Blockieren von Infrastruktur sowie durch Streiks soll schrittweise eine Revolution angeschoben werden.

Auch inhaltlich geht es größenwahnsinnig zu. So fordert man nicht nur die Absetzung des gesamten Bundeskabinetts, die Aufhebung seiner Immunität und Gerichtsverfahren gegen alle beteiligten Politiker*innen, sondern möchte auch gleich den Austritt aus internationalen Bündnissen wie der EU, der UN oder der NATO. Und nicht nur das: Neben Zinsen, den Rundfunkgebühren, Patent- und Urheberrechtsgesetzen und Gentechnologie soll auch gleich das Parteiensystem in Gänze abgeschafft werden. Auch gegen Impfungen und die Schulpflicht spricht man sich aus.


Forderungskatalog der „Gelbwesten Deutschland“

Außerdem ist erkennbar, dass versucht werden soll, verschiedene Spektren der Menschenverachtung anzusprechen. So gibt es Forderungen, die die Verschwörungsideolog*innen und Reichsbürger*innen abholen sollen („Wiederherstellung Deutschlands Souveranität“ , „Annahme des Friedensvertrags nach WK 1+2“, „Abschaffung von Impfungen“, „Verbot von Geheimgesellschaften“), ebenso wie Themen für die bürgerlichen Rassist*innen („Nicht-Unterzeichnung des Migrationspaktes“, „Ausweisung gefährlicher Migranten“, „Schutz und Unterstützung des eigenen Volkes“).

Auch vermeintlich „linke“ Positionen („Abschaffung von Lobbyismus“, „Verstaatlichung von Bahn und kostenlose Nutzung“, „Verstaatlichung von Banken“) finden sich in dem umfangreichen Forderungskatalog wieder. Der Tenor ist klar: Es soll eine Massenbewegung entstehen, die möglichst viele Unzufriedene mitnimmt.

Das Portal „Belltower News“ berichtet darüber hinaus in einem Artikel, dass die „Gelbwestenbewegung“ maßgeblich von der verschwörungsideologischen „Qanon“-Bewegung beeinflusst sei. In einem Mobilisierungsvideo werden offen geschichtsrevisionistische und antisemitische Inhalte propagiert.

…und die Wirklichkeit

Bundesweit ist erwartungsgemäß zu beobachten, dass das Konzept der Massenmobilisierung fehlschlägt. Nur wenige Menschen schlossen sich den „Gelbwesten“ an und gaben zum Teil ein bizarres Bild ab, etwa als in mehreren Orten mehr schlecht als recht versucht wurde, mit wenigen Menschen Straßen an einem Zebrastreifen lahmzulegen.

Auch in Oldenburg blieben die ersten Aktionen der „Gelbwesten“ hinter den eigenen Erwartungen zurück. Am Samstag, 01.Dezember 2018 traf sich etwa eine Gruppe von lediglich 17 Aktivist*innen um 13:00 Uhr an der Südseite des Oldenburger Hauptbahnhofs. Es wurden keinerlei Blockadeversuche unternommen, man ging nur durch die Innenstadt, um Flugblätter, in denen die „Gelbwesten“ vorgestellt wurden, zu verteilen. Außerdem wurden Flugblätter gegen den UN-Migrationspakt verteilt.


Aktion der „Gelbwesten“ im Dezember 2018 in der Oldenburger Innenstadt


Aktion der „Gelbwesten“ im Dezember 2018 in der Oldenburger Innenstadt

Noch wirkungsloser verlief dann der jüngste Versuch der Oldenburger „Gelbwesten“ am Samstag, 05.Januar 2019. Von frischer Motivation zum Jahreswechsel war nichts zu spüren. Lediglich vier Aktivist*innen erschienen am Oldenburger Pferdemarkt und sahen sich etwa 30 kurzfristig mobilisierten Antifaschist*innen gegenüber. Die „Gelbwesten“ konten keinerlei Aufmerksamkeit erzielen und mussten nach einem polizeilichen Platzverweis für den Innenstadtbereich unverrichteter Dinge abziehen.


Bei der letzten öffentlichen Aktionen sahen sich lediglich vier „Gelbwesten“ etwa 30 kurzfristig mobilisierten Antifaschist*innen gegenüber.
Foto: Nutshell Fotografie


Bei der letzten öffentlichen Aktionen sahen sich lediglich vier „Gelbwesten“ etwa 30 kurzfristig mobilisierten Antifaschist*innen gegenüber.
Foto: Nutshell Fotografie


Bei der letzten öffentlichen Aktionen sahen sich lediglich vier „Gelbwesten“ etwa 30 kurzfristig mobilisierten Antifaschist*innen gegenüber.
Foto: Nutshell Fotografie

Um die Oldenburger „Gelbwesten“ inhaltlich besser verorten zu können, lohnt sich ein Blick auf die teilnehmenden Personen.

Da wäre beispielsweise der Oldenburger Dirk Palm, der sich im Dezember 2018 eine gelbe Weste überstreifte. Palm ist Mitglied der selbsternannten neonazistischen „Bruderschaft“ „Skull Heads Germany“. Außerdem trat Dirk Palm bei beiden „OLGIDA“-Kundgebungen Anfang 2014 als Teilnehmer in Erscheinung. Bis zum Sommer 2018 war Dirk Palm wegen schwerer Körperverletzung in Nordenham inhaftiert.


links im Bild: Dirk Palm aus Oldenburg

Dass auch Verschwörungsideolog*innen von den „Gelbwesten“ angesprochen werden, zeigt die Teilnahme von Marion Kleeßen aus Großenkneten (Landkreis Oldenburg) an den letzten beiden Veranstaltungen. Die Esoterikerin, die auf ihrer Homepage „Energietransformationen“, „Reinigung der Aura“, „Harmonisierung der Chakren“und ähnlichen esoterischen Unsinn anbietet, trat zuletzt als Aktivistin der verschwörungsideologischen Kleinstpartei „Deutsche Mitte“ in Erscheinung.


Marion Kleeßen bei der gescheiterten „Gelbwesten“-Aktion am 05.Janaur 2019 in Oldenburg

Die Gruppe kommuniziert und organisiert sich über den Messenger-Dienst „Telegram“. In der Oldenburger Gruppe befinden sich derzeit etwa 90 Menschen, davon schreibt jedoch nur ein kleiner Teil aktiv. In dieser Gruppe findet sich auch Nico Ahlrichs aus Wittmund (Landkreis Friesland) wieder. Ahlrichs war Mitglied der neonazistischen Kameradschaft „AG Wiking“ und trat bei der niedersächischen Landtagswahl 2008 für die NPD an.

Eine rassistische Organisierung wäre keine rassistische Organisierung, wenn nicht auch die AfD in irgend einer Form mitmischen würde. So verwundert es kaum, dass der völkische Tausendsassa Gerhard Vierfuß auch an der Dezemberaktion der „gelben Westen“ teilnahm. Schon viel wurde über Vierfuß‘ Aktivitäten in der AfD, im Oldenburger Kreis sowie zu seinen Sympathien für die „Identitäre Bewegung“ und die Holocaustleugnerinnen Imke Barnstedt und Ursula Haverbeck-Wetzel geschrieben. Nun schloss sich Vierfuß also auch den „Gelbwesten“ an und beteiligte sich zeitweise auch aktiv in der „Telegram“-Gruppe. Bemerkenswert: Hierbei koordinierte er die „Gelbwesten“-Aktionen mit einem zeitgleich stattfindenden Infostand der AfD am Oldenburger Pferdemarkt. Auch berät er die Gruppe, wie sie unangemeldete Aktionen durchführen kann, ohne wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz belangt zu werden. Seine Symapthien für die völkische „Identitäre Bewegung“ kann Vierfuß auch in der Telegram-Gruppe nicht verbergen.


Gerhard Vierfuß in gelber Weste im Dezember 2018 in Oldenburg

Die Gruppe hatte im Übrigens explizit kein Problem damit, mit AfD-Mitgliedern zusammenzuarbeiten und von Gerhard Vierfuß beigesteuere Flugblätter gegen den UN-Migrationspakt zu verteilen.

Auch inhaltlich lassen sich im Gruppenchat Massen an verschwörungsideologischen Inhalten und denen der sogenannten „Reichsbürger“ finden. Unter diesen Postings befinden sich auch unverhohlen antisemitische Beiträge. Diese Inhalte wurden teilweise so exzessiv gepostet, dass darum gebeten wurde, eine eigene Gruppe für derlei Themen zu gründen. Nicht weil man mit dem Thema nicht einverstanden sei, sondern weil man in der bestehenden Gruppe nur Organisatorisches besprechen wolle. Stellenweise wird es in der Gruppe skurril, besonders wenn vorgeschlagen wird, Massenmeditationen durchzuführen, was ein anderes Mitglied als „gute Idee“ und „machtvoll“ bezeichnet.

Inwieweit der Aktionismus der „gelben Westen“ nachhaltig sein wird, bleibt abzuwarten. Die Teilnehmer*innenzahlen der ersten Aktionen blieben überschaubar und das eine oder andere Mitglied wird sicherlich Enttäuschungen erfahren, wenn sich die groß angekündigten Revolutionspläne in Wohlgefallen auflösen. In der Chatgruppe sind bereits enttäuschte Töne über die geringe Beteiligung an den Aktonen zu vernehmen. Protagonisten wie Dirk Palm haben die Gruppe bereits verlassen oder beteiligen sich nicht mehr aktiv an den Diskussionen. Auch Gerhard Vierfuß schreibt momentan nicht mehr aktiv mit.

Allem Unmut und allen strukturellen Mängeln zum Trotz versuchen Rassist*innen erneut, sich in Oldenburg und anderso zu organisieren. So dringend notwendig eine neue, emanzipatorische soziale Bewegung auch wäre – die „Gelbwesten“ leisten hierzu keinen Beitrag. Zu offensichtlich geht es um völkische, verschwörungsideologische, autoritäre und antisemitische Positionen. Antifaschistische Aufmerksamkeit sollte den „Gelbwesten“ daher in angemessener Form zuteil werden. Nehmen wir Gerhard Vierfuß beim Wort, der in der Chatgruppe schrieb:

„Noch nie ist es gelungen, hier patriotischen Widerstand auf die Straße zu bringen“.

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das so bleibt.

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Völkische Trauer http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/28/voelkische-trauer/ http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/28/voelkische-trauer/#comments Wed, 28 Nov 2018 19:30:44 +0000 Administrator Allgemein eigene Veröffentlichungen Völkisches Milieu http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/28/voelkische-trauer/ „Volkstrauertag“ in Oldenburg: AfD-Mitglieder und Holocaustleugnerin erneut in trauter Eintracht

Jedes Jahr im November finden anlässlich des Volkstrauertags Gedenkveranstaltungen auf Friedhöfen und an Kriegsmahnmalen statt. Wie bei einem deutschen „Volkstrauertag“ zu erwarten, verdient die inhaltliche Ausrichtung dieses Gedenktags eine kritische Betrachtung. Selbst bei Veranstaltungen, die verhältnismäßig unverfänglich daherkommen wollen und pauschal allen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken, wird die deutsche Täter*innenrolle oftmals nicht explizit benannt. Bei vielen Veranstaltungen des „Volkstrauertags“ wird sogar gezielt der deutschen Soldaten und Soldatinnen beider Weltkriege gedacht. Ein Gedenken, das also in der Regel ohne die Erwähnung deutscher Schuld, speziell während des Nationalsozialismus, auskommt. Häufig werden auch deutsche Verbrechen verharmlost und die deutschen Täter*innen glorifiziert.

Kein Wunder, dass eine solche Form des Gedenkens auch immer wieder Neonazis und völkische Nationalist*innen anzieht. So kam es in den vergangenen Jahren im Nordwesten Niedersachsens regelmäßig zu neonazistischen Veranstaltungen, die sie, ganz im Sinne des Geschichtsrevisionismus, „Heldengedenken“ nennen.
Auch der völkische „Oldenburger Kreis“, der dem Milieu der sogenannten „Neuen Rechten“ zuzuordnen ist, legte im November 2017 im Rahmen einer eigenen, im Verborgenen durchgeführten Veranstaltung, einen Gedenkkranz auf einem Friedhof ab.

In diesem Jahr nahmen bekannte Akteur*innen des Oldenburger völkischen Milieus an einer offiziellen Gedenkveranstaltung an der Ofener Straße teil. An der „Ehrenhalle der oldenburgischen Artillerie“ war eine Gruppe aus Vertreter*innen der AfD, der „Vereinigung alter Burschenschafter“ sowie die bekannte Holocaustleugnerin Imke Barnstedt gemeinsam vor Ort.


Gemeinsame Teilnahme am „Volkstrauertag“ 2018: Ganz rechts: Imke Barnstedt, daneben Gerhard Vierfuß. Mit Gehhilfe: Thomas Hoyer. Ganz links im Bild: mit Fahrrad eine AfD-Aktivistin, die ebenfalls beim „Oldenburger Kreis“ und bei einer „OLGIDA“-Kundgebung vor Ort war.

In dieser Gruppe befand sich auch Gerhard Vierfuß, der momentan wohl aktivste Vertreter völkischer Positionen in Oldenburg. Vierfuß war bis 2016 Sprecher des AfD-Kreisverbands Oldenburg-Stadt/Ammerland, gilt als Initiator des „Oldenburger Kreises“ vertritt als Rechtsanwalt die völkisch-nationalistische „Identitäre Bewegung“, die er auch privat unterstützt. Zuletzt fiel er dadurch auf, dass er eine Solidaritätserklärung für die inhaftierte nationalsozialistische Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel unterzeichnete.

Diese Petition unterschrieb auch Thomas Hoyer. Hoyer trat für die AfD als Kandidat zur Kommunalwahl 2016 an und ist außerdem Funktionär der „Vereinigung alter Burschenschafter“ (VAB) Oldenburg. Eben jene VAB unterhält beste Verbindungen zur bekannten Holocaustleugnerin Imke Barnstedt. In Barnstedts Kleintheater „Berliner Zimmer“ in der Roggemannstraße in Oldenburg trifft sich die VAB jährlich zu einer Veranstaltung. Dieses Treffen konnte im Oktober 2018 durch antifaschistische Proteste verhindert werden.

Die gemeinsame Teilnahme an der Gedenkveranstaltung im Rahmen des „Volkstrauertags“ stellt einen weiteren Beleg dafür dar, dass sich die AfD auch in Oldenburg Teil eines Milieus ist, das bis zu bekannten Holocaustleugner*innen reicht.

Das Foto kann mit Quellenangabe (antifa.elf Oldenburg) frei verwendet werden. Falls es in höherer Auflösung benötigt werden sollte, kann dies per Mail erfragt werden. Über eine Rückmeldung, wenn Bilder verwendet werden, freuen wir uns.

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Oldenburger AfD-Mitglieder solidarisieren sich mit nationalsozialistischer Holocaustleugnerin http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/07/oldenburger-afd-mitglieder-solidarisieren-sich-mit-nationalsozialistischer-holocaustleugnerin/ http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/07/oldenburger-afd-mitglieder-solidarisieren-sich-mit-nationalsozialistischer-holocaustleugnerin/#comments Wed, 07 Nov 2018 20:34:21 +0000 Administrator Allgemein Naziszene eigene Veröffentlichungen Völkisches Milieu http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/07/oldenburger-afd-mitglieder-solidarisieren-sich-mit-nationalsozialistischer-holocaustleugnerin/ Die Angst geht um in der AfD. Die Angst vor einer möglichen Beobachtung der „Alternative für Deutschland“ durch den Verfassungsschutz. Die Partei bemüht sich derzeit darum, ihre rassistische und völkisch-nationalistische Politik nicht so deutlich zu zeigen, um einer Beobachtung durch den Geheimdienst zu entgehen. Dabei wird vereinzelten Parteimitgliedern, die nach außen all zu sehr über die Stränge schlugen, ein Parteiaustritt „nahegelegt“ und auch neonazistisch geprägte Begriffe wie „Umvolkung“ oder „Umerziehung“ sollen in Zukunft in der Öffentlichkeit gemieden werden.

Eine Entwicklung, die dem Oldenburger AfD-Mitglied Gerhard Vierfuß scheinbar überhaupt nicht schmeckt. Im Gegenteil: Es wird deutlich, dass Vierfuß’ Sympathie bis weit in das nationalsozialistische Spektrum reicht.


Gerhard Vierfuß am 10.06.2018 in Papenburg während einer Kundgebung der AfD und des sog. „Frauenmarsch Niedersachsen“. Auf dem Schild eine Parole, die aus der Neonaziszene stammt
Bild: recherche-nord

Bereits seit langem ist bekannt, dass Gerhard Vierfuß offene Sympathien für die völkische „Identitäre Bewegung“ hegt. Dies zeigt er als AfD-Mitglied in seinem privaten Facebookprofil (einem offiziellen Unvereinbarkeitsbeschluss der Partei zum Trotz) ebenso deutlich wie in seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt. In diesem Rahmen vertritt er die „IB“ bei einer Klage gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz. Vierfuß besuchte darüber hinaus eine Demonstration der „IB“ am 17.Juni 2017 in Berlin und trat im Juni 2018 bei einer Veranstaltung der völkischen Gruppe in Dresden als Referent auf.

Ebenfalls in den sozialen Medien wettert Vierfuß, der auch als treibende Kraft hinter dem völkisch-nationalistischen „Oldenburger Kreis“ gilt, deutlich gegen die aktuelle Strategie der AfD, der Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu entgehen. In diversen Kommentaren wettert der Oldenburger unter anderem gegen eine „Geheimpolizei“ in der AfD, gegen „Möchte-gern-gut-Menschen“ (Fehler im Original), „System-Politiker“ und „korrupte Altparteien“. Alexander Gauland, einer der Vorsitzenden der AfD, mache die Partei damit „unwählbar“.

Offenbar fürchtet Gerhard Vierfuß, sich in Zukunft nicht mehr öffentlich so offen völkischen und neonazistischen Akteur*innen bekennen zu dürfen. Neben regelmäßigen Lobpreisungen für die „Identitäre Bewegung“ solidarisiert er sich auch mit offen auftretenden Neonazis, etwa indem er die „staatliche Repression“ gegen den Neonazi Nikolai Nerling, bekannt als der „Volkslehrer“ thematisiert.

Die bislang vielleicht eindeutigste Positionierung gab Vierfuß ab, als er sich auf einer neonazistischen Kampagnenseite offen mit der inhaftierten Nationalsozialistin Ursula Haverbeck-Wetzel solidarisierte. Haverbeck ist wegen notorischer Leugnung der Shoah, der industriellen Ermordung von mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden, mehrmals zu Haftstrafen verurteilt worden und sitzt ihre Strafe derzeit in einer JVA in Bielefeld ab. Die 93-Jährige gilt als Ikone in der Neonaziszene.


Petition zur Freilassung der neonazistischen Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel
Screenshot vom 07.11.2018


Oldenburger Unterzeichner*innen
Screenshot vom 07.11.2018

Neben Vierfuß unterzeichneten auch Thomas Hoyer, AfD-Kandidat zur Kommunalwahl 2016 und Funktionär in der „Vereinigung alter Burschenschafter“ sowie Imke Barnstedt, ihrerseits ebenfalls als Holocaustleugnerin bekannt, die Petition. Die Verbindungen zwischen AfD, „alten Burschenschaftern“, Holocaustleugner*innen und militanter Neonaziszene in Oldenburg treten hier also ein Mal mehr zu Tage.


Auch der „alte Burschenschafter“ und AfD-Kandidat Thomas Hoyer solidarisiert sich mit der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck-Wetzel
Bild: recherche-nord



Keine Überraschung: Imke Barnstedt (hier bei einer AfD-Kundgebung am 10.06.2018 in Papenburg) solidarisiert sich mit Ursula Haverbeck-Wetzel
Bild: recherche-nord

Gerhard Vierfuß zeigt also, ebenso wie Thomas Hoyer, keinerlei Berührungsängste in das offen neonazistische Milieu. Im Gegenteil: Er fürchtet sogar, diese Sympathien künftig nicht mehr öffentlich zeigen zu dürfen.

Im Zuge der neuen AfD-Strategie, um ein gemäßigtes Auftreten bemüht zu sein, wäre Gerhard Vierfuß also ein Fall für ein Parteiausschlussverfahren und im Konfliktfall ein Thema für das Schiedsgericht der niedersächsischen AfD. Problem dabei: Gerhard Vierfuß ist selbst Teil dieses Schiedsgerichts. Die Besetzung der Schiedsgerichte mit völkischen Hardlinern kann als Strategie bewertet werden, um Ausschlüsse gegen all zu radikal auftretende Parteimitglieder zu erschweren.

Das Beispiel Gerhard Vierfuß zeigt deutlich, dass völkische, antisemitische und nationalistische Positionen in der AfD nur vordergründig verurteilt werden, und zwar nur dann, wenn der Partei öffentlicher Schaden droht. In Wirklichkeit sind diese menschenfeindlichen Positionen elementarer Bestandteil der „Alternative für Deutschland“.

Eine existenzielle Bedrohung für die AfD wäre eine Beobachtung des Verfassungsschutzes freilich nicht. Nicht erst seit dem NSU ist klar, dass auf staatliche Behörden im Kampf gegen völkische Menschenfeinde kein Verlass ist. Im Gegenteil, der Verfassungsschutz baut solche Strukturen zum Teil auf, fördert sie und schützt sie vor Strafverfolgung. In langer reaktionärer und vor allem antikommunistischer Tradition ist es kein Zufall, dass es Charaktere (mit Hang zu Verschwörungsideologien) wie Hans-Georg Maaßen oder Helmut Roewer immer wieder in führende Positionen innerhalb des Verfassungsschutzes schaffen.

Im Kampf gegen die AfD und andere völkische Strukturen ist also weiterhin selbstorganisiertes, antifaschistisches Engagement gefragt.

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AfD-Parteitag: Meldet Vorkommnisse http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/05/afd-parteitag-meldet-vorkommnisse/ http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/05/afd-parteitag-meldet-vorkommnisse/#comments Mon, 05 Nov 2018 21:20:34 +0000 Administrator Allgemein http://antifaelf.blogsport.de/2018/11/05/afd-parteitag-meldet-vorkommnisse/ Am 27. und 28.Oktober fand der Landesparteitag der AfD-Niedersachsen in Oldenburg statt. Wir haben in diesem Zusammenhang aus unterschiedlichen Quellen von rassistischen, neonazistischen und anderen menschenfeindlichen Vorkommnissen gehört. Gerne würden wir diese Vorkommnisse sammeln und euch bitten, wenn ihr so etwas mitbekommen habt oder Betroffene seid, uns dann über unser Kontaktformular eine E-Mail zu schicken. Wir wollen so verschiedene Erzählungen, Bruchstücke und Gerüchte zu einem möglichst realistischen Gesamtbild zusammensetzen. Neben einem bestmöglichen Überblick geht es uns auch darum, ein Bild zu zeichnen, was mit der Stimmung in einer Stadt passiert, wenn ca. 250 organisierte Menschenfeinde sich hier zusammenfinden.

Darum schickt uns gerne alles was ihr so mitbekommen habt über das Kontaktformular auf der Seite, wenn möglich verschlüsselt, ist aber kein Muss.

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AfD Niedersachsen plant Landesparteitag in Oldenburg http://antifaelf.blogsport.de/2018/10/21/afd-niedersachsen-plant-landesparteitag-in-oldenburg/ http://antifaelf.blogsport.de/2018/10/21/afd-niedersachsen-plant-landesparteitag-in-oldenburg/#comments Sun, 21 Oct 2018 18:19:32 +0000 Administrator Allgemein Aufrufe http://antifaelf.blogsport.de/2018/10/21/afd-niedersachsen-plant-landesparteitag-in-oldenburg/

Für Samstag, 27.10. und Sonntag, 28.10. plant die AfD Niedersachsen ihren Landesparteitag in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg.
Vielfältige und breite Proteste gegen die völkisch-nationalistische Partei werden geplant.

Aktuelle Informationen gibt es unter der Adresse http://ol2710.blogsport.eu. Die eigens dafür eingerichtete Seite wird laufend aktualisiert.

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